Standardpistole

Einer der Gründe warum ich mir eine Sportpistole Kleinkaliber gekauft habe, führt zu dieser Disziplin.

 

Mit dem Sportgerät das ja bekanntlich häufig auch Sportpistole genannt wird (es gibt auch entsprechende Sportrevolver, die aber nicht so weit verbreitet sind!), kann man neben der Disziplin Sportpistole auch noch zwei weitere vom Deutschen Schützenbund angebotene Wettkämpfe bestreiten: Olympisch Schnellfeuer und Standardpistole.

 

Das Gute daran ist, dass alle das Sportgerät betreffende Vorschriften ausnahmslos für alle drei Disziplinen gleich sind. So muss lediglich der Schütze sich auf drei völlig unterschiedliche Wettkämpfe einstellen und die doch recht unterschiedlichen Anforderungen spezifisch trainieren.

Wettkämpfe mit der Standardpistole werden in 3 Teilbereiche unterteilt:

 

- 150 Sekundenserie: für 5 Schüsse stehen hier zweieinhalb Minuten Zeit zur Verfügung. Hier kann man jeden einzelnen Schuss ohne großen Zeitdruck abgeben, also ein sogenanntes statisches Schießen. Ergebnisse sind vergleichbar mit der Teildisziplin Präzision bei der Sportpistole.

 

- 20 Sekundenserie: die 20 Sekunden stehen für das Heben des Arms aus der Fertighaltung und für die Abgabe von 5 Schüssen zur Verfügung. Bei diesem dynamischen Schießen besteht die Schwierigkeit darin, nach jedem abgegebenen Schuss (die Waffe "springt") möglichst schnell wieder zu visieren und einen weiteren Schuss auszulösen. Klingt zwar einfach, ist aber eine größere Herausforderung nicht zuletzt wegen des Abzugsgewichts von mehr als 1000 Gramm.

 

- 10 Sekundenserie: analog zur 20 Sekundenserie aber eben nur halb so viel Zeit. Hier sind eine hohe Konzentration und natürlich auch ausreichend Training erforderlich. Üben kann man viele der Abläufe zwar auch mit einer mehrschüssigen Luftpistole, jedoch springt diese nicht so stark und auch das Abzugsgewicht ist mit 500 Gramm viel niedriger.

 

Wettkämpfe umfassen in der Regel jeweils 20 Wertungsschüsse pro Teildisziplin, also sind bis zu 600 Ringe möglich.