Sportpistole

Wenn man in die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes schaut, dann stellt man fest, dass es sich hierbei nicht um eine einzelne Disziplin handelt. Es wird abhängig vom verwendeten Kaliber unterschieden in Sportpistole KK (Kleinkaliber) und Sportpistole ZF (Zentralfeuer).

 

Beide Varianten haben ihren Reiz und in beiden konnte ich schon erfreuliche Ergebnisse erzielen und vordere Plätze belegen.

 

Mein bis dato größter Erfolg war die Teilnahme mit der Kleinkaliber Sportpistole an den Deutschen Meisterschaften in München. Auch wenn mein Ergebnis nicht meinen Erwartungen entsprach und ich massive technische Probleme mit meinem Sportgerät hatte, so war es doch eines der Highlights meiner Schießsportkarriere.

Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss man sowohl im statischen als auch im dynamischen Schießen geübt sein, besteht ein Wettkampf doch aus zwei Teildisziplinen:

 

1. Teil: das Präzisionsschießen. Wie bei vielen anderen Kurzwaffenwettkämpfen muss auch hier mit einer ruhigen Hand mit viel Zeit ein möglichst hoher Ring getroffen werden. Die Scheibe ist in 25 Metern Entfernung und die Zehn ist 5 Zentimeter groß. Eine Herausforderung, die durchaus zu bewältigen ist, hat man doch pro 5 Wertungsschüssen ganze 5 Minuten Zeit. Nach einer Probeserie von 5 Schüssen werden 6 Wertungsserien abgegeben, sodass in der Theorie 300 Ringe erzielt werden könnten. Die Scheibe hat Ringe von 1 bis 10, wobei die Ringe 7 bis 10 schwarz sind.

 

2. Teil: das Duellschießen. Da das Wort Duell in der heutigen Zeit einen eher negativen Beigeschmack hat, wird dieser Wettkampfteil heute auch oft Schnellfeuerteil genannt. Hier hat die Scheibe, die sich auch in 25 Metern Entfernung befindet nur Ringe von 5 bis 10, eine Drei oder Vier kann man also nicht schießen. Die Zehn hat hier einen Durchmesser von 10 Zentimetern. Die Besonderheit in dieser Teildisziplin liegt darin, dass man nur 3 Sekunden Zeit hat um den Arm zu heben, zu visieren und den Schuss auszulösen. Danach muss der Arm wieder abgesenkt und gehalten werden  und nach 7 Sekunden wiederholt sich die Prozedur und es stehen wieder 3 Sekunden zur Verfügung für den nächsten Schuss. Auch hier gibt es 5 Probeschüsse und 30 Wertungsschüsse, sodass in der Theorie auch hier 300 Ringe erzielt werden könnten.

 

Begrenzungen gibt es für das minimale Abzugsgewicht mit 1000 Gramm, im maximalen Waffengewicht, der Visierlinie, den äußeren Abmessungen und weiteren "Kleinigkeiten".